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Die Einrichtung der Pfarrkirche Stiefern

Ausstattungsstücke aus der älteren Geschichte der Stieferner Kirche sind keine erhalten. Dennoch ist ihre Innenausstattung für eine ländliche Pfarrkirche bemerkenswert. Der Großteil davon stammt aus der Zeit des Spätbarocks. Zu nennen sind: der Hochaltar und die Altarmensa aus Stuckmarmor, mit vergoldetem Tabernakel und mit einem Altarbild des „Kremser Schmidt“ (1767); der Wolfgangaltar im beklemmenden Geist der Gegenreformation (1641, finanziert aus dem „Garser Zehent“); der zur frommen Einkehr animierende Marienaltar (1730/40); die Reste eines Nepomuk-Altars mit einem Altarbild des „Wiener Schmidt“ (1790er Jahre); die Kanzel (1773/74) mit vergoldeten Bildreliefs zu biblischen Gleichnissen (Begegnung am Jakobsbrunnen, Guter Hirt) und mit der figuralen Personifikation des Glaubens auf dem Schalldeckel. Im Presbyterium stehen auf Wandkonsolen vier Statuen aus dem 18. Jahrhundert (hl. Maria mit Kind; hl. Florian; hl. Donatus; hl. Johannes Nepomuk). Die Heilig-Grab-Kapelle beherbergt eine kulissenartige Darstellung des Heiligen Grabes mit beweglicher Christus-Figur (1886). Drei der vier Kirchenglocken stammen aus dem Jahr 1920, die vierte aus 1951 (die Totenglocke). Die Orgel (2002) ist ein Werk von Josef D. Pemmer (Purk).

Abgesehen von den Inventarstücken in der Kirche befinden sich in der Pfarre auch noch etliche Bildstöcke, Marterl, Kreuze und Kapellen sowie die Marienstatue von 1880 nahe der Kampbrücke.

In Thürneustift steht die 1764 aus privaten Mitteln errichtete St.-Anna-Kapelle mit einem Altar von schlichter Schönheit. Sie ist 1836 umgebaut und 1995/1999 gründlich renoviert worden.

Literatur: Helmut Hundsbichler (Red.), Andere Zeiten. Jubiläumsbuch 1100 Jahre Stiefern. Stiefern 2003, 146–159; 164–167; 184–195; Josef Filsmaier, Heimatbuch der Kamptalgemeinde Schönberg. Schönberg 1974, S. 60–62.